Beim Einbringen von Stahlspundwänden kann zwischen drei verschiedenen Techniken unterschieden werden, und zwar: Einrütteln, Einrammen und Einpressen. 

Einrütteln
Die in den Niederlanden verbreitetste Technik zum Einbringen und Entfernen von Stahlspundwänden ist das Einrütteln mithilfe eines Rüttelblocks. Beim Einrütteln der Spundwände wird eine sinusförmige vertikale Belastung auf den Kopf der Spundwand mittels eines Rüttelblocks ausgeübt. Außerdem wirkt die Masse des Rüttelblocks als statische Belastung auf die Spundwand. Durch die harmonische Belastung, die durch den Rüttelblock auf die Spundwand ausgeübt wird, entstehen in den Spundwandelementen Spannungswellen. Beim Einrütteln der Spundwände wird der Bodenwiderstand durch die Spannungswellen überschritten. Mehr als beim Einrammen ist hier der Abbau des Bodenwiderstands durch die große Anzahl an Spannungswechseln von Bedeutung, da die Größe der auftretenden Teilchengeschwindigkeiten in einem Querschnitt der Spundwand erheblich geringer ist als beim Einrammen. 

Vorteile des Einrüttelns:
- Die hohe Geschwindigkeit, mit der die Spundwand bei einer geeigneten Kombination aus Boden, Spundwand und Rüttelblock in die erforderliche Tiefe gebracht werden kann. 
- Der Boden zerfließt, wodurch die Spundwand auf einen stark reduzierten Widerstand stößt und weit weniger forciert wird. Die Gefahr der Deformation oder aus dem Schloss zu laufen ist dadurch geringer. 
- Die Möglichkeit, während des Einrüttelns Korrekturen vorzunehmen, wodurch bei der Positionierung eine hohe Genauigkeit erzielt werden kann. 
- Durch die Arbeitsgeschwindigkeit ist die Behinderung der Umgebung nur von  kurzer/kürzerer Dauer.

Einrammen 
Beim Einrammen von Spundwänden (was in den Niederlanden nicht mehr oft vorkommt) wird wiederholt eine sehr hohe Belastung auf den Kopf der Spundwand ausgeübt. Dies kann mittels des freien Falls der Spundramme erfolgen, die mittels Dampf, Dieselöl oder hydraulisch angetrieben wird. Beim Einrammen kann bei einer ausreichend hohen Spannungswelle der Bodenwiderstand entlang des Schachts und bei der Grube zeitweilig überschritten werden. Die Spundwand unterliegt dann einer bleibenden Einsenkung. In den Niederlanden sind nachstehende Rammtypen üblich: Vibrationsrammen, Schlagrammen, Hydraulikrammen und Dieselrammen. 


Einpressen
Ein immer wichtiger werdendes Verfahren zur Anbringung von Spundwänden ist das Einpressen der Spundwände. Sowohl das Einrammen als auch das Einrütteln verursachen Vibrationen und Lärmbelästigung für die Umgebung. In verkehrsreichen städtischen Umgebungen oder in der Nähe von sensiblen Arealen sind Vibrationen oft nicht zulässig. In diesen Fällen kann ein Verfahren angewandt werden, bei dem Stahlspundwände mit Hilfe von statischem Eindrücken installiert oder herausgezogen werden. 

Die Druckkraft, die die herkömmlichen Maschinen liefern, liegt im Allgemeinen zwischen 600 und 1500 kN. Die Druckkraft wird von einem Hydraulikzylinder geliefert. Bei allen Systemen werden einzelne (mit Silent-Piler-System) oder vierfache (jedoch nicht gelochte) Spundbohlen verwendet (für das ABI-System). Wenn das Einbringen schwer vonstatten geht, kann dies durch Fluideren (kleine Wassermengen unter hohem Druck einspritzen) erleichtert werden. Das PZC-Profil ist durch seine Form und einzigartige Schlossform (Ball und Socket) für dieses Anbringungsverfahren besonders gut geeignet. Es gelangt kein Erdreich in das Schloss, wodurch auch keine Pfropfenbildung entstehen kann.

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